Operation am Nasenseptum (Nasenscheidewand)
Die Nasenscheidewand (Nasenseptum) unterteilt die Nase in die beiden Nasenhöhlen.
Sie setzt sich aus Knorpel und Knochen zusammen und ist bei fast allen Menschen
in unterschiedlichem Ausmass verkrümmt. Eine stärkere Verkrümmung
kann zu einer Behinderung der Nasenatmung, zu chronischen Nasen-, Nasennebenhöhlenentzündungen
(Kiefer-, Stirnhöhlen, Siebbeinzellen) und auch Hals- und Ohrenbeschwerden
führen. In diesen Fällen kann mit einer Nasenseptumoperation eine
Verbesserung der Nasenatmung und ein Rückgang der entzündlichen Veränderungen
erreicht werden.
Operationen am Nasenseptum erfolgen durch die Nasenöffnung, ein von aussen
sichtbarer Hautschnitt ist nicht notwendig. Die Operation wird in den
meisten Fällen in Narkose durchgeführt. Um das Risiko einer Blutung
zu verkleinern wird nach der Operation häufig eine sogenannte Nasentamponade
eingelegt. Diese wird nach ein oder zwei Tagen
entfernt. Nachher sind Kontrollen in zwei- bis dreitägigen Abständen notwendig.
Zur Schleimhautpflege sollte während den ersten postoperativen Wochen
mehrmals täglich Nasenspülungen durchgeführt und Nasenemulsion verwendet
werden. Eine normale Nasen- und Schleimhautfunktion wird frühstens nach
2 Wochen erreicht.
Dauer des Krankenhausaufenthaltes:
Entlassung am 2. oder 3. Tag nach der Operation.
Arbeitsunfähigkeit:
Arbeitsunfähigkeit 1 - 2 Wochen nach Entlassung.
Verhalten nach der Operation
Zur Vermeidung von Krustenbildung muss nach Entfernung der Tamponade regelmässig
und vorsichtig Nasensalbe appliziert und die Nase mit einer speziellen Salzlösung
gespült werden.
Um Komplikationen (Blutungen) zu vermeiden ist folgendes zu beachten:
1. Keine heissen Bäder.
2. Keine starken körperlichen Anstrengungen.
3. Nase am Anfang nicht schneuzen.
4. Kein Sport.